Schloss Hainewalde

Im Vorland des Zittauer Gebirges, im Tal der Mandau, im gleichnamigen Ort liegt das Neue Schloss Hainewalde. Bereits 1564 wurde die alte Wasserburg von Hans Ulrich von Nostitz durch ein Renaissanceschloss, das Alte Schloss, von dem heute nur noch das Torhaus erhalten ist, ersetzt.

 

1749 bis 1755 ließ der königlich-preußische Kammerherr Samuel Friedrich von Kanitz unweit des Alten Schlosses die heutige Schlossanlage, das Neue Schloss Hainewalde im Barockstil errichten. Es entstand unterhalb des Schlosses eine barocke Parkanlage mit mehreren Terrassen und Orangerie-Gebäuden. Den vollständigen Ausbau fand das Schloss aber erst unter dem Amtshauptmann Ernst August Rudolph von Kyaw nach 1778. Kyaw ließ auch die englische Partie im Schlossgarten anlegen.

 

Über 5 Terrassenabsätze gelangte man damals zum Hauptgebäude des Schlosses, dessen Hauptportal von toskanischen Säulen gestützt wird. Der Schlussstein zeigt noch heute das Doppelwappen der Familien von Kanitz und von Kyaw.

 

In den Jahren 1882/83 erfolgten nach den Plänen des Zittauer Architekten Hugo Müller umfangreiche Umbauarbeiten, bei denen die barocken Formen weitestgehend verloren gingen und die Fassaden eine Sgraffitobemalung erhielten.

 

1927 verkaufte Moritz Joachim Ernst von Kyaw das Schloss an die Gemeinde Großschönau. In mehreren Nebengebäuden wurden Mietwohnungen eingebaut und nicht mehr benötigte Wirtschaftsgebäude abgerissen. Vom 26. März bis 10. August 1933 diente das Schloss als Schutzhaftlager KZ Hainewalde und danach wurde es bis 1945 als Wehrertüchtigungslager genutzt, in dem Mädchen auf ihr „Pflichtjahr“ vorbereitet wurden.

 

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Flüchtlinge im Schloss untergebracht. Die Nutzung als Wohngebäude fand noch bis 1977 statt. Danach stand das Schloss bis 1996 leer, bis die Gemeinde es an einen Investor verkaufte. Durch diesen wurden die geplanten Ausbauarbeiten nicht zu Ende geführt. Nach der Rückübertragung des Schlosses an die Gemeinde Großschönau wurde im Jahr 2001 der Förderverein zur Erhaltung des Kanitz-Kyawschen Schlosses Hainewalde e. V. gegründet. Ziel es Vereins ist die denkmalsgerechte Neugestaltung und Rekonstruktion der Park- und Wirtschaftsanlagen des Schlosses Hainewalde für öffentliche und touristische Nutzung. Durch die Arbeit des Vereins konnte 2011 bereits der Ostflügel des Schlosses gesichert werden.

 

Auch Hollywood hat das Schloss für sich entdeckt. In 2013 wurden im und am Schloss Hainewalde einige Szenen des Films „Grand Budapest Hotel“ gedreht.

 

(Quellen: wikipedia, schloss-hainewalde.de)

 

Tag der offenen Tür am 28. März 2015 im Schloss Hainewalde:

Eindrücke vom Besuch im  September 2014:

 Fotos von meinem Besuch des Schlosses im Januar 2013:

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