Schloss Kittlitz

Schloss Kittlitz, heute "Haus der Vereine“ und Begegnungszentrum, ist aus dem aktiven Leben der  Kittlitzer  nicht mehr wegzudenken. Der Schloss- und Heimatverein hat dafür gesorgt, dass das Schloss 2007 rundum saniert wurde und seit dem für viele Veranstaltungen genutzt werden kann.

 

Bereits im hohen Mittelalter bestand an gleicher Stelle eine bedeutende Herrschaft, die den schon 1190 genannten Herren von Kittlitz gehörte. Das Adelsgeschlecht stellte zwei Bischöfe von Meißen und zwei Landvögte der Ober- und Niederlausitz. Im 13. und 14. Jahrhundert galt Kittlitz als Herrschaft5 mit eigener Obergerichtsbarkeit. Doch mit der Macht der Stadt Löbau sank Kittlitz zu einem gewöhnlichen Rittersitz herab. Nach der Mitte des 14. Jahrhhunderts gehörte das Schloss denen von Nostitz.

 

1527 erfolgte eine Teilung in Ober- und Niederkittlitz . Bis 1704 (Oberkittlitz) bzw. 1750 (Niederkittlitz) gehörten diese der Adelsfamilie von Gersdorff, wurden dann jedoch an Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau verkauft. Mit diesem Verkauf verlagerte sich der Herrensitz endgültig zum Rittergut Niederkittlitz.

 

Die von Hund und Altengrotkau ließen das Herrenhaus entsprechend ihren Bedürfnissen umbauen und machten Schloss Kittlitz zu einem Zentrum der Freimaurerei. Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau gehörte zu den führenden deutschen Freimaurern und war ab 1743 Tempelherr und Heermeister der Provinz Niederdeutschland, später Oberhaupt aller deutschen Freimaurerlogen. Finanzielle Gründe zwangen ihn 1769 zum Verkauf seines Kittlitzer Besitzes. Erwerberin war die Gräfin Helena Isabella di Salmour, geb. Gräfin Lubieńska, die im Jahr zuvor das Rittergut Zabeltitz an die Wettiner hatte verkaufen müssen. Sie erwarb zugleich auch Schloss Unwürde.

 

Im 19. Jahrhundert wechselten erneut die Besitzer. 1878 ließ der Eigentümer E. F. W. Fickler den Schlosspark anlegen. 1909 erwarb Hugo Freiherr von Salza und Lichtenau das Rittergut.

 

Während des Zweiten Weltkriegs war im Schloss und den Rittergutsgebäuden eine Versorgungseinheit der Wehrmacht stationiert. Nach Kriegsende beschlagnahmte die sowjetische Armee das Schloss und richtete ein Lazarett ein. Die freiherrliche Familie von Salza wurde entschädigungslos enteignet und vertrieben. Nach Abzug der Roten Armee 1947 bezog die Gemeindeverwaltung von Kittlitz das Schloss und richtete hier einen Kindergarten, den Schulhort und eine Gemeindeschwesternstation ein. Veranstaltungen durchführt.

 

(Quellen: „Schlösser in der südlichen Oberlausitz“, wikipedia)

 

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