Tagebau Welzow-Süd

"Gott hat die Lausitz erschaffen,

aber der Teufel hat die Kohle darunter gelegt."

 

So lautet ein sorbisches Sprichwort, das das zwiespältige Verhältnis der Menschen in der Lausitz zur Braunkohle wiederspiegelt.

 

Obwohl bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Lausitz in kleinen Gruben und Schächten Braunkohle abgebaut wurden, begann erst 1959 die Geschichte des Tagebaus Welzow-Süd. In diesem Jahr begann man im Revier mit umfangreichen Entwässerungsarbeiten, sieben Jahre später konnte die erste Braunkohle abgebaut werden. Heute sind es bis zu 90.000 Tonnen Braunkohle täglich, die durch Vattenfall in Welzow-Süd abgebaut werden. Hauptabnehmer für die geförderte Braunkohle sind das Kraftwerk und die Brikettfabrik in Schwarze Pumpe.

 

Zum Einsatz im Tagebau kommt dabei eine von noch vier in Betrieb befindlichen Abraumförderbrücken vom Typ F60. Mit einer mehr als 600 m langen Bandbrücke und ihren riesigen Eimerkettenbaggern ist sie die größte bewegliche Anlage, ein gigantisches Arbeitsgerät.

 

Der Lausitzer Braunkohleflöz befindet sich in 90 bis 130 m Tiefe. Um an diesen heran zu kommen, trägt die Abraumförderbrücke F60 auf der einen Seite des Tagebaus den Abraum ab, transportiert ihn mit dem Förderband quer über die Grube und verkippt ihn auf der anderen Seite wieder. Dort, wo ihr Abtragungsvermögen nicht ausreicht, wird sie von zwei weiteren riesigen Baggern unterstützt. Das freigelegte Kohleflöz wird unter der Abraumförderbrücke mit 5 kleinen Baggern gefördert.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0