Fleischverarbeitungsbetrieb

Der ehemalige Fleischverarbeitungsbetrieb der Konsumgenossenschaft „Vorwärts“ wurde in den Jahren 1927 bis 1930 nach Plänen von Kurt Bäbig errichtet und ist der einzige Gebäudeabschnitt der ursprünglich konzipierten Fabrikanlage für die Nahrungsmittelproduktion mit Bäckerei, Brauerei und Brennerei, der  gebaut wurde. Nach Schäden durch den Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude in veränderter Form wieder aufgebaut und durch den Konsum bis 1991 weiter genutzt. Seit dem steht das Gebäude leer und wurde 2003 entkernt.

 

Das Gebäude ist ein Beispiel für die Architektur der Neuen Sachlichkeit in Dresden und steht bereits seit 1978 unter Denkmalschutz. Es wurde in Stahlskelettbauweise errichtet und mit roten Klinkern verkleidet. Der Fabrikbau besteht aus zwei sechsgeschossigen Flügeln, die im stumpfen Winkel zueinander geordnet sind und die um einen achtgeschossigen Turm herum gebaut worden.

 

Mit der Errichtung des Fleischverarbeitungsbetriebes wurde auch die erste Tiefgarage Deutschlands gebaut. Sie entstand 1930 nach den Plänen von Karl Schmidt. Die Großgarage mit Stellplätzen und Wartungshalle für die betrieblichen Fahrzeuge lag auf der gegenüberliegenden Straßenseite und war durch einen unterirdischen Tunnel mit dem Gebäude des Fleischverarbeitungsbetriebes verbunden.

 

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