Glashütte H.

Links und rechts einer gut frequentierten Straße zeugen noch immer die Reste des bereits 2006 devastierten Ortes davon, dass hier einstmals Menschen gelebt und gearbeitet haben. Dies soll sich bis 2018 ändern, denn bis dahin werden auch die letzten Gebäude wegen dem immer näher heran rückenden Braunkohletagebau Welzow-Süd weichen müssen.

 

Die alte Glashütte wurde 1835 in Betrieb genommen. Produziert wurden hier Hohlgläser, Lampenschirme, Zylinder und Parfümgläser. 1891 ging das Unternehmen pleite und wurde von einem Bankhaus aufgekauft. 1909, 1913 und 1933 wechselte sie abermals den Besitzer. Nach dem 2. Weltkrieg ging die Glashütte in Volkseigentum über und wurde Ende der 1960er Jahre modernisiert. Sie war ab 1971 der einzige Hersteller von 0,5 l Milchflaschen in der DDR und exportierte diese sogar in westliche Staaten.

 

Nach der Wende ging das Werk an die Treuhand, die Produktion wurde eingestellt und die Anlagen vom neuen Eigentümer abtransportiert. Die endgültige Stilllegung erfolge im Juli 1992.

 

In unmittelbarer Nähe zur Glashütte stehen noch Überreste einer alten Arbeitersiedlung, die ebenfalls auf ihren Abriss wartet.

 

Die alte Arbeitersiedlung

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